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Schüler proben die Totenmesse
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- Veröffentlicht am Samstag, 21. April 2012 19:35 | Reinhard Müller/Südkurier
Seit Monaten bereitet sich der große Scholl-Schul-Chor auf die Aufführung von Mozarts Requiem vor
Dass der große Scholl-Schul-Chor ein todernstes Requiem probt, merkt man der fröhlichen Laune der fast 90 Schülerinnen und Schüler (ergänzt durch einige Lehrer und Gäste) nicht an: Mit Lust und Eifer sind sie eine Woche vor der Aufführung des Mozart-Requiems im viel zu engen Musiksaal der Scholl-Schule dabei und reagieren nach fünf anstrengenden Schulstunden zur Mittagszeit noch taufrisch und präzise auf die Zeichengebung ihres Dirigenten und Musiklehrers Wolfgang Mettler.
Geprobt wird der Durchlauf der dramatisch komponierten Chorstücke, die bereits sitzen, denn der gewaltige und ganz erstaunlich klangschöne Chor hat zwei Tage lang in der Landesakademie Ochsenhausen geprobt und wird zu Wochenbeginn noch mal einige Stunden lang an die Feinarbeit gehen, bevor Generalprobe und Konzert in der St. Stefanskirche folgen. Ein großes Stück freiwilliger Arbeit liegt hinter den Schülern der Real- und Gymnasiumssparte der Schule. Das Tolle daran: Zu Mozarts klassischer Totenmesse musste der Leiter gar nicht erst motivieren: Der Wunsch nach großer klassischer Kirchenmusik wurde von Schülern an ihn herangetragen, wohl auch in Erinnerung an frühere Aufführungen von Haydns „Schöpfung" und Orffs „Carmina burana".
Seit Schuljahrbeginn im September 2011 wird an dem Werk gearbeitet, und da hat sich inzwischen nicht nur der Notentext gefestigt, der in all den schwierigen Koloraturen und Fugen schon wie am Schnürchen läuft, sondern es hat sich auch ein beneidenswerter Klang entwickelt von leuchtend jugendlichen Sopranen über sattelfesten Altklang bis zu machtvollen Männerstimmen im Tenor und Bass.
Das Klavier, das bisher den Chor gestützt hat, wird in wenigen Tagen Vergangenheit sein, wenn das Orchester Concerto Constanz (auch sonst unter Mettlers Leitung) in der Generalprobe den farbenprächtigen Instrumentalklang übernehmen wird und das professionelle Quartett der Solosänger hinzutritt mit Birte Niemann (Sopran), Julia Matt (Alt), Ulrich Müller-Adam (Tenor) und Thomas Gropper (Bass), der sich schon auf die Wiederbegegnung mit dem Schülerchor freut und ihn als echter Gesangsprofessor aus München vor dem Konzert sogar einsingen wird.
Noch läuft der Vorverkauf (siehe Infokasten) auch dank fleißig helfender Schülerhände, und Schulgemeinde und Konstanzer Konzertbesucher dürfen auf ein außergewöhnlich feierliches Konzertereignis gespannt sein: Mozarts letztes, unvollendetes und von seinem Schüler F.X. Süßmayr vollendetes Requiem als Schüleraufführung, dem das allbekannte „Ave verum corpus" als Einstimmung vorausgehen wird.
Artikel auf Südkurier Online: http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Schueler-proben-die-Totenmesse;art372448,5472022
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