Scholl-Schüler organisieren Podiumsdiskussion zum Klimawandel
Gibt es den Klimawandel wirklich? Wie wirkt er sich am See aus? Und was kann jeder einzelne dagegen tun? Diese fragen brannten den Schülervertretern der Scholl-Schule unter den Nägeln. Um sie zu beantworten, luden die Schüler namhafte Experten in die Schule.
Dass es eine Klimaerwärmung gebe, sei unbestritten, meinte Prof. Dr. Frank Peeters, Umweltphysiker an der Uni Konstanz. Um etwa 4 Grad werde es in den nächsten 100 Jahren wärmer. Wie sich dies aber auf das regionale und globale Klima auswirke, sei ungewiss.
Am Bodensee seien die Auswirkungen des Klimawandels bereits spürbar, betonte Martin Wahl, Physiker vom Institut für Seenforschung in Langenargen. Da durch die Erwärmung schon jetzt weniger Schnee in den Bergen falle, gebe es tendenziell weniger Wasser im See. Welche Auswirkungen dies auf die Umwelt habe, ist nach Meinung der beiden Naturwissenschaftler noch nicht abzusehen. Für die Bodenseeregion, da sind sich Peeters und Wahl einig, würden diese aber vermutlich nicht dramatisch sein. Global gesehen ist das anders: so könnte durch lange Trockenperioden im Mittelmeerraum die Lanwirtschaft zusammenbrechen, was zu Verteilungskämpfen und Wanderungsbewegungen führen könnte.
Was also ist zu tun? Martin Wichmann vom Amt für Stadtplanung und Umwelt in Konstanz setzt da vor allem auf Bildung und Information. Ohne Einsicht bei den Menschen sei in einer Demokratie schwer etwas zu bewirken. Jörg-Peter Rau, Leiter der Konstanzer Lokal-redaktion des SÜDUKRIER, empfiehlt kleine Veränderungen im Alltagsleben: wenn viele die Heizung ein wenig kühler drehen und den Computer nicht den ganzen Tag laufen lassen, könne viel Energie eingespart werden. Auch setzt Rau auf die Macht des Marktes: so habe der Preisanstieg beim Benzin schon zu einem veränderten Fahrverhalten geführt.
Spannend und informativ war die Podisumsdiskussion. Die Schülervertreter Verena Nebel und Toni Baldauf führten souverän das kontroverse Gespräch. Schade, dass nur wenig Schüler, Eltern und Lehrer Interesse zeigten.
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