Geschwister-Scholl-Schule Konstanz

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Fit fürs Leben

Scholl-Hauptschule bietet Sozialpraktikum für Siebtklässler

Dem 13jährigen Max hat es im Kindergarten so richtig gut gefallen. Zusammen mit einem Mitschüler hat er sein Sozialpraktikum in der Kinderinsel in Litzelstetten gemacht. "Erst waren die Kinder uns gegenüber schüchtern, aber dann haben sie richtig Spaß mit uns gehabt. Wir haben Fußball- und Tischkickerturniere organisiert. Und die Jungs wollten immer mit uns catchen!" Gerne wäre er noch eine zweite Woche geblieben.

Seit diesem Jahr führt die Hauptschule der Geschwister-Scholl-Schule für Siebtklässler ein einwöchiges Sozial-praktikum durch. "Unsere Kinder sollen so früh wie möglich die Arbeitswelt kennen lernen, um sich orientieren zu können", meint Hauptschullehrerin Mandy Bouchenafa, die das Projekt mitorganisiert hat. Leiterin Anja Schuler: "In Klasse 8 sucht sich ein Großteil der Schüler ein Praktikum im Handwerk, in der Industrie oder im kaufmännischen Bereich. Um den Einblick in die Arbeitswelt komplett zu machen, versuchen wir mit dem Sozialpraktikum auch die sozialen Berufsfelder zu öffnen."

Max hat in der Kinderinsel Fußballturniere für die Kinder organisiert.Egzona war eine Woche im Waldorfkindergarten. Die Arbeit mit den Kindern hat ihr Spaß gemacht. Sven war im Kindergarten Wallhausen. Er hat gemerkt, dass die Arbeit mit Kindern ganz schön anstrengend sein kann.

Die Lehrerinnen suchten in Kooperation mit der Schulsozialarbeiterin und der Caritas nach Einrichtungen, die Schüler für eine Woche aufnehmen. Es kamen viele Stellen in Kindergärten, Seniorenwohnheimen und bei der Familienpflege zusammen, aus denen die Kinder auswählen konnten. Etwa die Hälfte machte sich jedoch selbst erfolgreich auf die Suche. Über das Engagement der Kinder waren die Lehrerinnen erstaunt. Bouchenafa: "Man merkt, dass die Kinder neugierig sind auf die Welt!"

Im Anschluss an die Woche mussten die Kinder ihre Erfahrungen Eltern und Mitschülern präsentieren. Einige haben schon eine Entscheidung getroffen. Melanie war bei der Familienbetreuung, und ihr hat die Zeit viel Spaß gemacht. Aber im nächsten Jahr möchte sie sich lieber um ein Praktikum als Bürokauffrau bemühen. Sven war im Kindergarten Wallhausen. Er hat sich gefreut, wie herzlich er aufgenommen wurde. Und er hat gelernt: "Man braucht ziemlich gute Nerven mit den Kindern!" Deshalb möchte er später lieber mal Handwerker werden.

Fotos: Anne Vogler

Weitere Fotos von der Präsentation der Projekte finden Sie in unserer Galerie: Sozialpraktikum 2010