Musikprofil G8a in der Staatsoper Stuttgart
Das war Oper einmal anders: 15 Musikprofiler der G8a machten sich per Bahn auf den Weg nach Stuttgart, nicht nur um eine Oper "anzukucken", sondern um Oper als musikalisches Werk, aber auch als Institution, als Betrieb zu verstehen. Herr Mettler und Frau Maier-Bär begleiteten die Truppe.
Auf dem Programm stand zunächst die eineinhalbstündige Besichtigung des riesigen Opernhauses: Gewaltige Dimensionen bereits im Foyer, die Klasse nahm Platz in der Königsloge im ersten Rang, sie wurde von einem speziell zugeordneten Betreuer des Hauses durch die Werkstätten geführt: Schneiderei, Modisterei (da werden die Hüte gemacht), Malersaal, aber auch die Werkstätten für die Kleinkunst, z.B. das Annähen von Pailletten und Spitzen auf die Kleider. Dann ging es auf die gewaltige Bühne hinter dem großen Orchestergraben: 40m Tiefe! Die Bühnenarbeiter waren gerade am Aufbau für Tschaikowskis "Eugen Onegin" - man wird diese Oper ja am Abend sehen.
Frau Schmidt vom Opernhaus bot uns einen Workshop zum Thema "Eugen Onegin" an: Zwei Stunden durften wir Szenen nachspielen, sogar musikalisch untermalen. Es war richtig spannend, was da alles herausgekommen ist: Wir waren dadurch aber auch ideal vorbereitet, das schwere Werk am Abend besser zu verstehen: Drei Stunden Oper, drei Stunden voll mit unverstärkter Live-Musik, mit großem Chor, großem Orchester und hervorragenden Solo-Sängern! Drei Stunden merkten wir: Das ist keine Unterhaltung, keine Berieselung, kein musikalisches "Fast-Food": das ist Anstrengung!
Für fast alle von uns war das die erste Oper unseres Lebens. Eines ist sicher: Wir wissen jetzt besser, was das Ganze soll, wir haben Vorurteile abgebaut. Nach der Übernachtung in der Jugensherberge Stuttgart war man sich einig: Es hat sich echt gelohnt.
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