Doch bevor am Sonntagabend Rutters "Magnificat" in der St. Stephanskirche erklang, durften die Zuhörer einen anderen Ohrenschmaus genießen. Zwei Kirchensonaten von Mozart mit einem hervorragenden Solisten (Severin Zöhrer) wurden auf der Empore musiziert.
Das Werk danach klang dagegen ganz anders. Selbst ungeschulten Ohren war klar: "Mozart ist das nicht"! Auf massive, laut ertönende Akkorde der Orgel, folgten schöne Streicherklänge. Es handelte sich um ein Werk von Francis Poulenc, ein Komponist, 1899 in Paris geboren, der verschiedenste Stilrichtungen in seine Kompositionen einbaute.
Nach einer kleinen Umbaupause verlagerte sich das Konzertgeschehen wie gewohnt um den Altar. Die schönen Harmonien vom Chorwerk "Magnificat", die an manchen Stellen keine andere Beschreibung als Kitsch zulassen, werden lebhaft von Chor und Orchester gespielt. Vor allem die Solistin Sabine Winter beeindruckt mit einem klaren, wundervollen Klang, der manch einem Zuschauer die Tränen in die Augen treibt und die eine oder andere Unsicherheit aus dem Chor verzeihen lässt.
Am Ende des Abends steht nicht nur das Publikum, sondern auch ein gelungenes Konzert, auf das alle Mitwirkende stolz sein können.
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