Orientierungsstufe
Allgemeines
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| Offene Ganztagesschule |
| Förderung |
| Start an der neuen Schule |
| Klassenstunde |
| Methodenlernen |
| Streitschlichter |
| Trainingsraum |
| Bläserklasse |
In der Orientierungsstufe sind die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 zusammengefasst und altersentsprechend betreut. Die Kinder werden gemäß dem Elternwunsch und der Empfehlung der Grundschule eingeschult und nach den jeweiligen Bildungsstandards der Werkrealschule, der Realschule bzw. des Gymnasiums in 8 bis 10 Parallelklassen unterrichtet. Versetzungen innerhalb der Orientierungsstufe sowie der Übergang in die darauf aufbauenden Schulabteilungen erfolgen nach den allgemeinen Versetzungsordnungen der einzelnen Schularten.
Innerhalb des Schulverbundes nehmen wir die Multilaterale Versetzungsordnung sehr ernst. In halbjährlichen Klassenkonferenzen beraten die Lehrkräfte, ob die Leistungen, das Arbeitsverhalten und die Entwicklungsaussichten den Wechsel des Bildungsganges nahe legen. Wir beraten Eltern und Schüler intensiv hinsichtlich eines möglichen Wechsels. Durch die freiwillige Teilnahme an Bildungstests sind die Beratungslehrer in der Lage, Eltern und Lehrern wertvolle Hinweise zu geben. Um die Übergänge zwischen den Schularten in der Geschwister-Scholl-Schule so durchlässig wie möglich zu machen, koordinieren wir die Unterrichtsinhalte in den Kernfächern Mathematik, Deutsch und Englisch im Rahmen der Bildungsstandards und soweit die Vorgaben der Bildungspläne es zulassen in ihrer zeitlichen Abfolge. Gegebenenfalls wird durch die Klassenkonferenz eine Empfehlung für einen Wechsel der gewählten Schulart ausgesprochen. Entscheidend für einen möglichen Wechsel sind jedoch die Leistungen des Kindes und der Elternwunsch.
Offene Ganztagesschule
Das Prinzip der offenen Ganztagesschule erfordert die Konzentration des Regelunterrichts auf den Vormittag. Dieser wird möglichst häufig in Doppelstunden unterrichtet, die Kinder haben 5 bis 6 Unterrichtsstunden am Vormittag, der Chor liegt immer mittwochs in der 6. Stunde.
In der Mittagspause nehmen die Kinder in der Mensa ein Mittagessen ein und haben dann noch Zeit, an einem offenen Angebot im Freien, im Computerraum, in der Turnhalle oder der Schülerbücherei teilzunehmen.
Am Nachmittag finden neben regulärem Unterricht die Lernwerkstätten, die Hausaufgabenbetreuung und vielfältige Wahlfächer statt. Die Teilnahme an diesen Ganztagesangeboten ist freiwillig, aber nach Anmeldung für ein Halbjahr verpflichtend.
Förderung
Die Förderung setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen und findet für alle Kinder der Orientierungsstufe schulartübergreifend statt.
Der alljährliche Vorlesewettbewerb des deutschen Buchhandels spornt die Sechstklässler zum Lesen an. Alle Fünft- und Sechstklässler haben die Möglichkeit, am Känguru-Wettbewerb der Mathematik teilzunehmen. Zur Förderung sprachbegeisterter Kinder im Realschulzweig findet das Wahlfach Französisch statt.
Wichtigster Baustein sind zweifellos die Lernwerkstätten in den Kernfächern Mathematik, Deutsch und den Fremdsprachen. Sie finden am Montag und am Mittwoch jeweils in allen Kernfächern nachmittags für eine Doppelstunde statt. Das Kind lernt zum Teil unter Anleitung, zum Teil selbständig, auf jeden Fall individuell nach seinem Bedarf und über einen begrenzten Zeitabschnitt hinweg. Dabei wird Hilfe zur Selbsthilfe gegeben und die Eigenverantwortlichkeit gestärkt. Vor und nach einem Laufbahnwechsel kann der Schüler hier Unterstützung finden.
In den Kursen zur Behandlung der Lese-Rechtschreibschwäche werden Kinder unterstützt, die Schwächen im Lesen und/oder Rechtschreiben haben. Die Zuweisung erfolgt aufgrund einer Diagnose, die wir an der Schule durchführen. Der Kurs ist auf das ganze Schuljahr angelegt.
Besonderheiten
Start an der neuen Schule - Klassenpaten
Wir begleiten den Neubeginn Ihrer Kinder bei uns, um das behutsame Hineinwachsen zu ermöglichen. Zur Einschulungsfeier am zweiten Schultag sind alle Familienmitglieder herzlich eingeladen. Sie findet deshalb am Spätnachmittag des zweiten Schultages nach den Sommerferien statt. Die Klassen werden von ihren neuen Lehrerinnen und Lehrern in Empfang genommen. Die Eltern bekommen wichtige Informationen für den Anfang. Die Klassenpaten stehen den KlassenleiterInnen zur Seite und begrüßen die neuen Schülerinnen und Schüler.
In der ersten 3 Tagen unterrichten schwerpunktmäßig die Kernfachlehrer, um die Kinder besser kennenzulernen. Die Klassenpaten begleiten die neuen Fünftklässler in der ersten Zeit zum Mittagessen und planen für das erste Schulhalbjahr kleinere Unternehmungen mit den Klassen.
Die Klassenstunde
Die Klassenstunde ist in der Stundentafel verankert und liegt in der Hand des Klassenlehrers. Sie dient der Besprechung von Klassenangelegenheiten und bietet damit den organisatorischen Rahmen, den Klassenrat und das Lions-Quest-Programm durchführen zu können. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Persönlichkeit, zur Gewaltprävention und zur basisdemokratischen Erziehung.
Streitschlichter
Bei Konflikten haben die Schüler die Möglichkeit die Streitschlichter aufzusuchen. Ansprechpartner sind in jedem Klassenraum veröffentlicht. Die Schlichtung führen besonders ausgebildete ältere Schüler durch.
Lernkompetenzcurricula (Methodenlernen)
In allen Schularten sind Methodencurricula von Klasse 5 bis 10 spiralig und in unterschiedlichen Organisationsformen eingerichtet.
Trainingsraum
Das Trainingsraummodell, auch Arizonamodell genannt, ist ein pädagogisches Modell, das auf die Reduzierung von Unterrichtsstörungen abzielt . Das Prinzip ist einfach: Es geht davon aus, dass jeder Schüler das Recht auf ungestörten Unterricht, jeder Lehrer das Recht auf ungestörtes Arbeiten hat, und jeder das Recht des anderen respektiert.
Bläserklasse: Teil vom Ganzen sein
Die Bläserklasse ist ein auf zwei Schuljahre (Klasse 5/6) angelegter Klassenmusizierkurs.
Die Kinder lernen die Inhalte des Bildungsplans Musik am praktischen Tun.
Jedes Kind erlernt ein Blasinstrument von Grund auf, Vorkenntnisse in dem gewählten Instrument sind nicht erwünscht. Von Anfang an musizieren die Kinder gemeinsam in einer Tuttistunde und bekommen zusätzlichen Instrumentalunterricht in Kleingruppen.
Dabei stehen nicht so sehr das Lernen eines Instruments und der Kenntniserwerb in Musiktheorie im Vordergrund, die Kinder trainieren ihre Konzentrationsfähigkeit, üben sich in Verantwortung gegenüber ihrem Instrument und der Gruppe, in der sie Musik machen. So werden Selbstwirksamkeit, sich Zurücknehmen in einer Gruppe und das Erspüren des eigenen Beitrags zum Erfolg einer Gruppe gestärkt.
Anmerkung wegen des Zutritts zur Bläserklasse: Nur für Kinder der Laufbahn Realschule.
Weitere Informationen finden Sie hier: Bläserklasse