Schüleraustausche an der Geschwister-Scholl-Schule

Globalisierung wird oft nur als wirtschaftliches Phänomen gesehen. Viel wichtiger ist es aber in der Bildung und Erziehung von jungen Menschen, dass die Grenzen im Kopf und in den Herzen fallen.

So ist die Geschwister-Scholl-Schule nicht nur Heimat für viele Schülerinnen und Schüler aus aller Herren Länder, die die Internationalen Klassen besuchen, sondern auch regelmäßig für GastschülerInnen, die ein Austauschjahr bei einer Gastfamilie in Konstanz verbringen.

Dazu kommen regelmäßige Austauschprogramme in unterschiedliche europäische Länder, an denen SchülerInnen von Klasse 7 bis 10 teilnehmen können. Die längste Verbindung besteht mit unserer französischen Partnerstadt Fontainebleau, wo wir mit dem Collège/Lycée JASA seit nunmehr 36 Jahren Kontakt haben. Pro Jahr kommen von beiden Seiten über 50 Jugendliche in die Partnerschule und lernen dort den Schulalltag, das Leben in den Gastfamilien und natürlich die Städte und Sehenswürdigkeiten in der Region kennen.

Auch schon sehr lange besteht der Austausch mit Teddington bei London. Die Achtklässler aus allen drei Schularten der GSS haben die Möglichkeit, für eine Woche das Leben in England kennen zu lernen, und endlich einmal ihre Englischkenntnisse praktisch anzuwenden. Das meist sehr gut funktioniert, wenn man gemeinsam seine Freizeit verbringen kann und noch dazu ein spannendes Besichtigungsprogramm in London geboten bekommt.

Im Wald von FontainebleauVor dem Schloss von FontainebleauWorkshop mit polnischen und ukrainischen Gästen

Die dritte moderne Fremdsprache, die an der Schule ab Klasse 8 unterrichtet wird, ist Spanisch. Auch hier gibt es seit einigen Jahren einen Austausch mit einer Schule in Valladolid im Norden Spaniens. Die Spanier kommen besonders gerne in der Weihnachtszeit nach Konstanz und genießen den Weihnachtsmarkt, und die deutschen SchülerInnen dürfen neben Ausfügen in die historischen Städte Nordspaniens jedes Jahr in der Schulküche gemeinsam mit dem Koch echte spanische Tortillas backen und danach verspeisen.

Ebenfalls seit mehreren Jahren gibt es Kontakte zu verschiedenen Schulen in Polen und in der Ukraine. Diese Osteuropa-Programme haben vor allem zum Ziel, einen Blick in diese uns meist wenig bekannten Länder zu werfen und völlig neue Kulturen kennen zu lernen. Verständigungssprache ist entweder Englisch oder Deutsch, und dieses Jahr im September findet auch endlich der erste Besuch einer Schülergruppe in der Ukraine statt, was bisher aufgrund der politischen Situation nicht möglich war.

Alle diese Reisen sollen es ermöglichen, Fremdsprachenkenntnisse anzuwenden und zu verbessern, und der Spaß darf auch nicht zu kurz kommen. Was diese Programme im Gegensatz zu Urlaubsreisen ermöglichen, ist ein direkter Kontakt zu Menschen im anderen Land, eine neue Sichtweise auf sonst selten hinterfragte Gewohnheiten und die Erkenntnis, dass Ungewohntes nicht besser oder schlechter sein muss, sondern dass man einfach auch anders leben kann als bei uns. Und dass man überall nette Leute trifft und Freunde finden kann.

Weitere Informationen: Auslandsprogramme